Auroville wurde 1968 im Süden Indiens als internationales Stadt- und Gemeinschaftsexperiment ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, durch das gleichberechtigte Zusammenleben von Menschen aller Nationen ein urbanes Modell menschlicher Einheit und gelebter Völkerverständigung zu schaffen.

Auroville´s Perspektive und Vision - die Vision seiner Gründerin, der Französin Mira Alfassa, genannt "Die Mutter" und des indischen Yoga-Philosophen Sri Aurobindo - basieren auf einer westliches Entwicklungsdenken und östlichen Geist gleichermaßen umfassenden Weltsicht.

Diese innere Haltung der Aurovillianer führte bisher - in verschiedenen Entwicklungs-graden - zur Verwirklichung interkultureller, architektonischer, ökologischer, technologischer und sozialer Alternativen. Ihre Ausstrahlung geht über das unmittelbare Projektgebiet und die nähere Region weit hinaus und reicht heute auch in andere Teile Indiens und der Welt.

Ungezählte Menschen aus der ganzen Welt haben in den letzten Jahrzehnten an der Entwicklung Aurovilles teilgenommen oder sich von ihr inspirieren lassen.

Die Charta von Auroville
 

1. Auroville gehört niemandem im besonderen. Auroville gehört der ganzen Menschheit. Aber um in Auroville zu leben, muß man bereit sein, dem Göttlichen Bewußtsein zu dienen.

2. Auroville wird ein Ort ständiger Lernbereitschaft und ständigen Fortschritts sein und auf diese Weise der Schauplatz eines Lebens, das seine Jugend bewahrt.

3. Auroville möchte eine Brücke sein zwischen Vergangenheit und Zukunft. Indem es sich alle äußeren wie inneren Entdeckungen zunutze macht, wird es sich mutig zu künftigen Verwirklichungen hin entwickeln.

4. Auroville wird ein Platz spiritueller und materieller Forschung sein, damit eine wirk­liche menschliche Einheit lebendige Gestalt annehmen kann.


28. Februar 1968,

Die Mutter, die Gründerin Aurovilles

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